Wenn jemand Ihre Kühe zählen und Ihnen für jede einzelne 60 € aus der Tasche nehmen würde, wären Sie verärgert.
Laut Angaben von Teagasc könnte dies jedoch vielen Milchbauern in ganz Irland widerfahren.
Mastitis verursacht ihnen durchschnittlich Kosten von 60 € pro Kuh und Jahr.
Mastitis bei Kühen ist eine bakterielle Infektion, die besonders häufig bei Milchkühen auftritt und das Eutergewebe der Kuh entzündet.
Dies führt dazu, dass die Milch eine hohe Anzahl somatischer Blutkörperchen, also weißer Blutkörperchen, aufweist, was ihre Verarbeitung erschweren kann.
Im Allgemeinen gilt: Je höher die somatische Zellzahl (SCC), desto geringer die Milchqualität.
Im Durchschnitt werden auf jedem landwirtschaftlichen Betrieb jährlich zwei Kühe aufgrund von Mastitis geschlachtet.
Wer gute Präventionsmaßnahmen befolgt, spart am Ende deutlich Geld.
Hier sind ein paar Dinge, die Sie tun können, um das Risiko einer Mastitis auf Ihrem Bauernhof zu verringern.
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Regelmäßige Wartung von Melkmaschinen

Für einen durchschnittlich großen Milchviehbetrieb sollten die Geräte alle 9 bis 12 Monate geprüft und gewartet werden.
Entwickeln Sie gute Melktechniken

Milchviehhalter benötigen eine standardisierte Melkroutine, da dies das Risiko einer Mastitis verringert.
Wenn Sie diese Routine anwenden, können Sie eventuelle Mastitisprobleme viel schneller in den Griff bekommen, selbst wenn sie auftreten.
Gute Hygiene beachten
Kühe sind besonders während der Kalbungszeit anfällig für Infektionen, was sowohl für die Mutterkuh als auch für das Kalb Probleme verursachen kann.
Deshalb ist die hygienische Bewirtschaftung der Abkalbeboxen von größter Bedeutung.
Regelmäßig die Zitzen desinfizieren

Die Desinfektion der Zitzen ist das wichtigste Mittel zur Vorbeugung von Mastitis und SCC, aber wenn man es nicht richtig anwendet, kann es Zeitverschwendung sein.
Hier ist eine Checkliste, die Teagasc für die Desinfektion erstellt hat:
- Besprühen Sie alle Zitzen aller Kühe so bald wie möglich nach jedem Melken (20 ml pro Kuh).
- Achten Sie darauf, dass der gesamte Umfang der Zitze bedeckt ist – am Ende der Zitze sollte ein Tropfen Desinfektionsmittel sichtbar sein.
- Sprühen Sie das Zitzenspray direkt unterhalb der Zitzenspitzen auf.
- Überprüfen Sie die „abgewandten Seiten“ der Zitzen einiger Kühe, um eine korrekte Besprühung sicherzustellen.
- Halten Sie ausreichend Zitzendesinfektionssprühgeräte bereit (z. B. eines pro vier Einheiten).
- Stellen Sie sicher, dass die Zitzendesinfektionssprühgeräte ordnungsgemäß funktionieren.
- Wenn Sie ein Zitzendesinfektionsmittel verwenden, das nicht gebrauchsfertig ist, verdünnen Sie es täglich.
- Wenn Sie einen Tauchbecher verwenden, waschen Sie ihn täglich oder häufiger, wenn er verunreinigt ist.
Wenn Sie all diese Schritte befolgen, sind Sie auf dem besten Weg zu erstklassiger Milch und starken, gesunden Tieren.
Führen Sie genaue Aufzeichnungen über SCC und Keulung

Das Letzte, was man nach einem Ausbruch von Plattenepithelkarzinom und Mastitis gebrauchen kann, ist eine erneute Infektion.
Eine gute Möglichkeit, dies zu verhindern, besteht darin, so viel wie möglich über den aktuellen Ausbruch zu dokumentieren und die Reaktion entsprechend anzupassen.
Entwickeln Sie auf Ihrem Bauernhof Vorgehensweisen und Gewohnheiten, die das Auftreten von Mastitis verhindern.
Unangemessene Antibiotikaanwendung einstellen

Eine falsche Anwendung von Antibiotika kann sich als genauso schlimm, wenn nicht sogar schlimmer erweisen als gar keine Antibiotika.
Eine unzureichende Behandlung mit Antibiotika kann dazu führen, dass ein Teil der Infektion überlebt und Resistenzen entwickelt, während eine Überbehandlung andere negative Auswirkungen haben kann.
Fragen Sie Ihren Tierarzt, er wird Ihnen das richtige Medikament für den jeweiligen Erreger und die ideale Dosierung empfehlen.
