✓ 30-Tage-Geld-zurück-Garantie
← Alle Neuigkeiten
Kalben

Was verursacht Lahmheit? Wie erkennt und behandelt man sie?

von David Skelly
Was verursacht Lahmheit? Wie erkennt und behandelt man sie?

Lahmheit ist ein häufiges Problem in der Rinder- und Milchviehhaltung; bis zu 35 % der Kühe sind im Laufe ihres Lebens davon betroffen. Lahmheit kann zu Produktionsausfällen führen und erhebliche finanzielle Folgen haben, wenn sie nicht angemessen behandelt wird.

Lahmheit kann zu Folgendem führen:

  • Verminderte Futteraufnahme
  • Verminderte Milchproduktion bei Milchkühen oder verringerte tägliche Lebendgewichtszunahme bei Mastrindern
  • Verminderte Fruchtbarkeit, da die Kühe nicht stehen oder Brunstverhalten zeigen oder der Zyklus nach dem Kalben verzögert einsetzt
  • Erhöhtes Risiko von Sekundärerkrankungen
  • Erhöhte Tierarztkosten und Arbeitsaufwand für die Behandlung lahmer Tiere
  • Erhöhtes Risiko der Keulung

Was verursacht Lahmheit?

Lahmheit wird meist durch Infektionen oder Verletzungen verursacht, kann aber auch durch mangelhafte Haltung oder Fütterung bedingt sein. Genetische Faktoren spielen eine Rolle: Fehlstellungen der Füße und Beine können zu verformten Hufen führen, die verletzungsanfälliger sind. Auch ungeeignete Stallungen, Bodenbeläge oder Wege können das Risiko von Fußverletzungen erhöhen.

Häufige Ursachen

Digitale Dermatitis/Mortellaro:

Die Krankheit beginnt mit einem roten Ausschlag im Bereich zwischen Ferse und Klauen und kann sich zu Hautverlust und schmerzhafter Krustenbildung entwickeln. Mortellaro ist in einer Herde hoch ansteckend. Regelmäßige Fußbäder in Kupfersulfatlösung können wirksam vorbeugen.

Fußfäule:

Die Moderhinke entsteht durch Bakterien, die durch Hautrisse in den Huf eindringen, vor allem bei feuchten und schmutzigen Bedingungen. Die Bakterien verursachen Schwellungen oberhalb des Hufs und übelriechendes Sekret aus den Klauen. Moderhinke kann mit Antibiotika behandelt werden.

Verletzungen:

Quetschungen an der Klaue können auftreten, wenn die Hufe von Kühen weich sind (nach dem Kalben oder bei Haltung im Freien). Starke Quetschungen können zu Geschwüren führen, bei denen das entzündete Gewebe im Huf durch das Horn bricht.

Dies kann behandelt werden, indem überschüssiges Horn um das Geschwür herum entfernt, ein Schuh an der gegenüberliegenden Klaue angebracht und topische Antibiotika aufgetragen werden.

Weißlinienkrankheit:

Diese Erkrankung tritt auf, wenn Schmutz oder Steine ​​in die weiße Linie der Kralle eindringen und Schmerzen sowie möglicherweise eine Infektion verursachen. Sie kann behandelt werden, indem die betroffenen Krallen beschnitten werden, um Schmutz und Fremdkörper zu entfernen und den Abfluss von Infektionsgewebe zu ermöglichen. Zusätzlich können Blöcke an der gegenüberliegenden Kralle angebracht werden, um die betroffene Stelle zu entlasten.

Lahmheit erkennen und behandeln

Der erste Schritt zur Behebung von Lahmheitsproblemen im Betrieb ist die Identifizierung lahmer Kühe. Dies kann durch eine Mobilitätsbewertung erfolgen, um Gang und Bewegung der Tiere zu beurteilen. Alle Kühe sollten regelmäßig untersucht werden, und Tiere mit festgestellten Auffälligkeiten oder anhaltende Lahmheit sollten ausgemerzt werden. Beobachten Sie die Kühe nach dem Melken oder beim Zusammentreiben von Mutterkühen, idealerweise auf einem ebenen, rutschfesten Untergrund.

Lahmheit kann erfolgreich behandelt werden durch:

  • Regelmäßiges Hufschneiden ein- bis zweimal pro Jahr
  • Regelmäßige Beurteilung und Identifizierung klinischer Fälle
  • Angemessene Behandlung klinisch lahmer Kühe
  • Saubere und komfortable Liegeflächen und Gehwege gewährleisten
  • Regelmäßiges Fußbaden
  • Ausmerzen von dauerhaft lahmen Kühen

Für weitere Beratung zu den oben genannten Punkten wenden Sie sich bitte an einen Mitarbeiter des Moocall-Teams, um mit einem unserer Zuchtspezialisten unter +353 1 96 96 038 zu sprechen oder eine E-Mail an [email protected]